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Nachhaltig Skifahren: So reduzierst du deinen ökologischen Fußabdruck auf der Piste.

4 Minuten Lesezeit

Nachhaltig Skifahren: Immer mehr Skigebiete setzen auf Umweltschutz.

Nachhaltigkeit und Skifahren scheinen zwei unvereinbare Pole zu sein. Seilbahnen und Pisten sind schließlich wahre Ressourcenfresser. Dennoch haben einige Skigebiete erste Schritte unternommen, um ein umweltverträgliches Skifahren zu ermöglichen.



Die Alpenregionen gelten als einer der schönen Naturräume der Welt – und das trifft sowohl auf die Bayerischen Alpen als auch auf die Skigebiete in Österreich und der Schweiz zu.

Allerdings setzt der Massentourismus in vielen Gebieten in den Wintermonaten der Natur erheblich zu – und das hat auf Dauer fatale Folgen.

Um der Umwelt die Chance zu geben, sich zu erholen, setzen daher immer mehr Skigebiete auf Nachhaltigkeit.

Nachhaltige Skigebiete sind im kommen

So hat Garmisch-Partenkirchen das Projekt „Nachhaltiges Garmisch-Partenkirchen“ gestartet. Dabei wurde ein 18-Punkte Plan ausgearbeitet anhand dessen auch ein nachhaltiger (Ski-) Tourismus sichergestellt werden soll.

Deutlich radikaler ging es in Österreich zu, hier hat das Sonnenplateau Mieming sogar seine Liftanlagen abgebaut und ist nun als nachhaltiges Wintersportgebiet bei Langläufern und Skitourengehern beliebt.

Doch auch zahlreiche andere Skigebiete versprechen mehr Nachhaltigkeit. Doch fragt man sich wie das in Zeiten des Wintersport-Gigantismus aussehen kann?

Schließlich müssen die Skigebiete in Anbetracht der immer unsicheren Schneesituationen mehr und mehr auf Schneekanonen zurückgreifen. Deren jährlicher Stromverbrauch entspricht allein im Alpenraum dem einer 500.000 Einwohner Stadt.

Skilifte sollen häufiger mit Ökostrom betriebenw werden.

Hier versuchen Skigebiete wie das am Söllereck mit 100% Ökostrom gegenzusteuern. Auch in Seefeld, Tiorl wird ein Biomassekraftwerk für den Betreib des Skigebiets betrieben.

Weitere Skigebiete, die auf Ökostrom zurückgreifen sind:

Steinplatte - Reit im Winkel
Hier wird sämtlicher Strom aus erneuerbaren Energien bezogen. Auch eine kostenfreie Ladestation für E-Autos ist vorhanden.
Skigebiet Zugspitze
Aufgrund der hohen Lage kommt das Skigebiet Zugspitze ganz ohne Schneekanonen aus. Mit der Zahnradbahn von ist das Skigebiet von Garmisch aus auch ohne Auto zu erreichen.
Brauneck – Lenggries
Auch hier fahren alle Lifte mit Ökostrom. Zusätzlich lässt sich das Skigebiet mit der Bayerischen Oberlandbahn von München aus erreichen.
SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental
Am Wilden Kaiser sorgt eine Solaranlage für den Betrieb der Lifte. Auch Wasserkraft kommt zum Einsatz.

Was der einzelne tun kann

Jeder einzelne Wintersportler kann einen eigenen, sehr wertvollen Beitrag zum Naturschutz leisten und dafür sorgen, dass er die Umwelt selbst nicht belastet.

Anreise: Geldsparen und die Umwelt schonen

Die Anreise und die Aufenthaltsdauer spielt dabei eine wichtige Rolle. Noch Immer kommen die meisten Gäste in den Skigebieten mit dem Auto.

Lässt sich die Anreise mit dem Auto nicht vermeiden sind wenige längere Aufenthalte umweltschonender als mehrere Tagesausflüge.

Aber in Sachen Anreisemöglichkeiten gibt es Fortschritte. Die Anbindung vieler Skigebiete mit dem Bus oder Zug wird immer besser. Die Bahn bietet hier auch spezielle Angebote bei denen Zugticket und Liftpass gemeinsam erworben werden können.

Skigebiete, die mit der Bahn erreichbar sind:

Garmisch-Partenkirchen
Das Skigebiet Garmisch-Classic ist von München aus sehr gut mit dem Zug zu erreichen. Mit dem Garmischer Ski-Ticket gibt es ein Zugticket inklusive Skipass.
Skigebiet Sudelfeld
Mit der Bayerischen Oberlandbahn lässt sich das Skigebiet problemlos erreichen.
Spitzingsee-Tegernsee
Ebenfalls mit der Bayerischen Oberlandbahn kann das Skigebiet am Spitzingsee erreicht werden. Allerdings ist hier noch ein kurzer Bustransfer vom Bahnhof zum Skigebiet nötig.
Wildkogel
Eine Photovoltaik-Anlage liefer hier den Großteil des Strom. Zusätzlich setzt die Gegend auf sanften Tourismus.

Der nachhaltige Skiurlaub: Den richtigen Urlaubsort auswählen

Bereits mit der Auswahl des Wintersportortes kann ein Skiurlaub nachhaltig beginnen. Es ist somit zu empfehlen, sich verschiedene mögliche Urlaubsorte näher anzusehen und deren Politik zu prüfen.

Unbedingt zu vermeiden sind in dieser Hinsicht vor allem Wintersportorte, die ihre Infrastruktur stetig erweitern und immer mehr neue Hotels und Freizeitanlagen bauen, welche die Natur schädigen.

Die Erschließung neuer Gebiete ist aus wirtschaftlicher Sicht laut Experten oft gar nicht mehr erforderlich, da es auch in Zukunft nicht mehr Wintersportler als jetzt geben wird.

Vielmehr geht es den Orten durch die Expansion darum, dass den Gästen mehr Auswahl geboten wird, um letzten Endes mit anderen Skiorten mithalten zu können.

Unterkunft – am besten im Ökohotel

Bei der Auswahl der Unterkunft sollte der Fokus auf Ökohotels liegen. Diese zeichnen sich oft dadurch aus, regenerative Energien zu nutzen und auf Produkte regionaler Anbieter zurückzugreifen.

Am nachhaltigsten schläft es sich in einem Biohotel

Auch für die Reinigung der Zimmer und des restlichen Hotels kommen ausschließlich biologisch abbaubare Produkte zum Einsatz. Hat ein Hotel eine Solaranlage installiert, verringert sich der CO2-Ausstoß noch einmal zusätzlich.

Auf der Website www.biohotels.info findest du eine große Auswahl an Ökohotels.

Die Ausrüstung: Müssen es jedes Jahr neue Klamotten sein?

Und auch die eigene Ausrüstung sollte man überdenken: Ist es wirklich nötig, in jeder Saison etwas Neues zu kaufen? Nachhaltig zu reisen bedeutet auch, seine Skier und Kleidungsstücke so lange zu nutzen, wie es möglich ist.

Entscheidet man sich dennoch zu einem Neukauf, ist es zu empfehlen, Produkte aus ökologisch nachhaltiger Kleidung zu kaufen. Inzwischen gibt es zahlreiche Hersteller, die Skikleidung aus recycelten Materialien produzieren und auf schädliche Chemie verzichten.

Fazit

Skifahren und Nachhaltigkeit sind nicht leicht unter einen Hut zu bringen. Wer jedoch auf möglichst nachhaltige Skigebiete setzt und bei der Anreise und Unterkuft die AUgen offen hält findet auch hier vertretbare Kompromisse.

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