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Was ist Organic Cotton und was bedeutet es für die Umwelt?

2 Minuten Lesezeit
Organic Cotton

Baumwolle ist eine der wichtigsten Textilfasern für Kleidung aller Art. Als Naturfaser ist sie zudem im Prinzip umweltschonender als synthetische Materialien, da Baumwolle als nachwachsender Rohstoff biologisch abbaubar ist. Doch der herkömmliche Anbau ist gefährlich für Mensch und Umwelt.



Der Bio-Boom

Vor 20 Jahren waren Menschen, die sich biologisch ernährten, noch Sonderlinge. Heutzutage haben Bio-Produkte in jedem Supermarkt Einzug gehalten und die Absatzmengen steigen von Jahr zu Jahr. Die “Organic-Cotton-Bewegung” steht hier noch am Anfang. Zwar wächst das Bewusstsein, jedoch beträgt der Anteil von biologischer Baumwolle an der gesamten Baumwollproduktion global gesehen nur etwa 1%. Das muss sich ändern, denn eine biologische Textilindustrie ist mindestens genauso wichtig und wie die Herstellung von Bio-Lebensmitteln!

Die Schattenseiten der Baumwollindustrie

Konventionell angebaute Baumwolle ist nicht nur eine der weltweit meist verbreitetsten Nutzpflanzen, sie gehört auch zu den chemie- und energieintensivsten Anbauformen. Die giftigen Chemikalien der eingesetzten Dünge- und Pflanzenschutzmittel haben enorme, schädliche Auswirkungen auf Boden, Luft und Wasser sowie die Menschen in den Baumwoll-Anbaugebieten.

Warum solltest du auf Bio-Baumwolle achten?

Der Vorteil von Bio-Baumwolle im Vergleich zu herkömmlicher Baumwolle liegt auf der Hand: Durch den Verzicht auf Chemikalien wie Pestizide, Kunstdünger, Herbizide und Fungizide werden Boden und Umwelt geschont. Da die Baumwolle in den meisten Fällen per Hand gepflückt wird, profitieren auch die Bauern auf den Feldern von dieser ungiftigen Anbauweise.

Durch den Verzicht auf Chemikalien wie Pestizide, Kunstdünger, Herbizide und Fungizide werden Boden und Umwelt geschont.

Während die konventionelle Baumwollproduktion auf Monokulturen setzt, muss bei biologisch bewirtschafteten Feldern eine Fruchtfolge eingehalten werden. Die geschonten Böden können so mehr Wasser aufnehmen. Dies hat wiederum einen positiven Effekt auf den Wasserverbrauch im Vergleich zur konventionellen Anbauweise. Durch den Anbau von Mischkulturen wird darüber hinaus auch auf ganz natürliche Weise Schädlingen vorgebeugt.

Baumwolle wird zu einem großen Teil in Entwicklungsländern angebaut und ist dort für kleine Bauern oft die wichtigste Einnahmequelle. Biobauern profitieren in zweierlei Hinsicht von der Bio-Baumwolle. Einerseits kommen sie mit keinen giftigen Mitteln in Kontakt und anderseits werden in der Regel auch bessere Preise von den Abnehmern bezahlt, wodurch kleinbäuerliche Strukturen gefördert werden.

bio baumwolle

Zertifizierung

Derzeit gibt es mehr als hundert verschiedene Siegel der Textilbranche, die ganz unterschiedliche Kriterien anlegen. Es zahlt sich daher aus, gut hinzuschauen! Werden die Begriffe “Öko”, “Bio” und “aus kontrolliert biologischem Anbau” im Zusammenhang mit Bio-Baumwolle benutzt, sind diese – genauso wie bei Lebensmitteln – rechtlich geschützt. Das heißt, dass ein Bio-Zertifikat für den ökologischen Anbau der Textilfaser garantiert. Für die Weiterverarbeitung des Rohstoffes sagt es jedoch nichts aus.

Das GOTS (Global Organic Textile Standard) und das Siegel Naturtextil Best gehen hier noch einen Schritt weiter. Zusätzlich zu den oben genannten Kriterien, beinhalteten diese auch soziale Aspekte und legen die weltweit strengsten Kriterien an die Textilindustrie an. Achte daher auf diese beiden Siegel bei der nächsten Shoppingtour!

Pflege

Kleidung aus Organic Cotton kannst du genauso pflegen, wie konventionelle Baumwolle. Ganz unkompliziert bei 30°C in die Waschmaschine und danach in Form ziehen – schon ist das Wohlfühlteil wieder wie neu.

Kleiner Tipp
Wenn du es nach dem Waschgang gleich auf die Wäscheleine hängst, sparst du dir auch noch die Bügelzeit.

Fazit

Du pflegst einen nachhaltigen Lebensstil und liebst umweltbewusste Mode? Dann achte auf Kleidung aus Bio-Baumwolle! Schon mit dem Kauf von nur einem einzigen T-Shirt aus Bio Cotton bewahrst du cirka sieben Quadratmeter Anbaufläche vor der Vergiftung mit Kunstdünger und Pestiziden.

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